In Bewegung kommen – und in FÜHRUNG gehen. (Teil 1)

Wer auf dem Fahrrad versucht, sein Gleichgewicht durch Stillstand zu sichern, hat ein Problem.

Für Führungskräfte gilt erstaunlich oft dasselbe.

Führung braucht Bewegung.

Bewegung im Denken.
Bewegung in der eigenen Haltung.
Und schließlich Bewegung im Handeln.

Denn gerade dann, wenn der Druck steigt, versuchen wir häufig, Stabilität durch noch mehr Kontrolle herzustellen.

Doch was, wenn genau das Gegenteil notwendig wäre?

Was, wenn Balance nicht durch Stillstand entsteht – sondern durch Bewegung?

Frisch zurück von meiner Bikepacking-Tour über die Alpen, von München nach Meran, möchte ich in meiner neuen Artikelserie genau dieser Frage nachgehen.

Dabei dient mir das Fahrrad nicht als nette Metapher oder gar als sportliche Dekoration für Führung. Es ist für mich eine Denkfigur für gute Führung.

Denn auf dem Rad werden Prinzipien unmittelbar erfahrbar, die auch Führungskräfte jeden Tag beschäftigen:

Balance halten, ohne stehenzubleiben.
Den Blick nach vorne richten.
Die richtige Gangart wählen.
Mit den eigenen Kräften haushalten.
Auf Widerstände reagieren.
Tempo aufnehmen – und im richtigen Moment herausnehmen.
Den Kurs korrigieren, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren.

Meine Alpenquerung hat mir dafür einige ziemlich konkrete Lektionen geliefert.

In den kommenden Beiträgen möchte ich sie mit Ihnen teilen – und daraus Schritt für Schritt zeigen, was ich unter Leadership in Motion® verstehe.

Nicht Bewegung, um der Bewegung willen, sondern Bewegung als Voraussetzung dafür, selbstwirksam zu führen und mit Haltung zu wirken.

Denn vielleicht beginnt gute Führung mit einer überraschend einfachen Erkenntnis:

Wer Balance halten will, muss in Bewegung bleiben.

Im nächsten Beitrag geht es deshalb um die Frage:

In welchem Zustand bin ich eigentlich, wenn ich führe?

Es grüßt Sie herzlich,

Achim Neubarth